Samstag, 8. Oktober 2016

Update mit Fotos

Für den Fall, dass wir es schaffen unsere Kamera wieder zum Laufen zu bringen, habe ich euch ja Fotos davon versprochen, wie es momentan bei uns aussieht. Wir haben nun also das Kabel in unserem Chaos ausgegraben und jetzt kann ich euch die Fortschritte endlich zeigen:


Wir haben mittlerweile unsere erste Klingel eingebaut. Hängt links neben der Eingangstür und ist sehr dekorativ, findet ihr nicht auch? Einen kleinen Nachteil hat sie: Sie ist nur locker mit einer Schnur an einem Elektrokabel angemacht. Damit man sie aber hört muss man sie kräftig schwingen. Wenn ihr gerade nüchtern sein, seht ihr also das Problem. Die Benutzung ist daher bei einem Alkoholwert von über 0,5 Promille leider nicht gestattet.

Passend zu den sinkenden Temperaturen haben wir nun auch unsere Heizung weiter optimiert, was zu sehen ist, wenn man die Haustür samt ihrer Klingel hinter sich lässt und ins Ess-/Wohnzimmer weitergeht.


Wie bereits in unserem letzten Post erwähnt, kann der Ofenbauer aus leicht verständlichen Gründen (Materialmangel und dringend benötigter Urlaub) derzeit leider nicht weitermachen. Das ist weiter kein Problem, wir können uns ja am Anblick des bereits bestehenden Ofenteils erwärmen. Außerdem tut die Wandheizung ja bereits ihr Bestes, und das reicht bei den gegenwärtigen Temperaturen auch noch aus.
Wie ihr sicher unschwer erkennen könnt wenn ihr das Foto ein bisschen genauer betrachtet, steht da nicht bloß eine Brennkammer sondern der Brennkammer vorgesetzt befindet sich bereits - ein Teil des Ofenbanks. Hier eine Detailstudie:


Das ist nun eben jener "Black Cosmic" den ich das letzte Mal erwähnt habe (und den natürlich keiner von euch gegoogelt hat). Aus Gründen der Corporate Identity haben wir uns entschlossen, diesen Stein nicht nur als Küchenarbeitsplatte zu verwenden, sondern auch als Ofenbank und als Mosaik dann später am Boden vor der Brennkammer (aus brandschutztechnischen Gründen müssen wir davor ja einen nicht brennbaren Boden haben weil wir sonst ja versehentlich - oder vielleicht auch nicht ganz so versehentlich in einer dunklen Stunde - das Häuschen abfackeln könnten). Natürlich kommt aber in der ganzen Steinorgie auch das Küchenfenster nicht zu kurz, es hat ebenfalls bereits seine Steinfensterbank erhalten:


Bleiben wir noch kurz beim Thema und wechseln den Raum. Im oberen Badezimmer hat Johi eine weitere Fensterbank eingebaut, nämlich die hinter dem Whirlpool:


Die Herausforderung hierbei war weniger der Einbau als vielmehr die Aufgabe, einen Stein zu finden, der sowohl zum Fußboden als auch zu den Steinen an der Wand und außerdem zum Innenleben des Pools passt. Ach ja, bezahlbar sollte das Ganze dann natürlich auch noch sein. Wenn's irgendwie geht... Irgendwie ist es auch gegangen, und das ist nun das (noch etwas staubige) Ergebnis. Mal sehen, wie es dann letztendlich im Gesamtbild wirkt.

Bleiben wir nun noch ein wenig im Bad und inspizieren dann noch die restlichen Räume im Obergeschoss.
Johi und Franz hauptsächlich haben in Zusammenarbeit mit der Putzmaschine ohne größere Probleme* nicht nur die Badezimmerdecke verputzt, sondern auch alle anderen Räume (okay, ohne Stiegenhaus) des Obergeschosses sind quasi fertig verputzt (na ja, der Feinputz muss dann noch drauf, aber das ist eine andere Geschichte)! Hallelujah! Mittlerweile sind die Herren der Schöpfung auch schon ins Erdgeschoss umgezogen und haben auch dort schon die Hälfte vom Büro fertig.

*abgesehen von einigen eher unerfreulichen Zusammenstößen zwischen Arbeitgeber (aka Johi) und Arbeitnehmer (aka Putzmaschine), welche durch ambitionierte Forderungen nach Lohnerhöhung seitens des Arbeitnehmers ausgelöst wurden (wir sollten der Maschine echt den Zugang zu Wirtschaftsnachrichten streichen, sie fühlt sich den Metallarbeitern doch sehr verbunden)

Hier sehen wir einen Teil der Badezimmerdecke; mittlerweile ist die aber auch schon fertig und fast ganz getrocknet, Wandheizung sei Dank.

Das ist eine Fensterlaibung, von mir liebevoll und gänzlich ohne Verwendung von Schimpfwörtern in Klein- und Kleinsarbeit schön gerade ohne größere Schrägen verputzt.

Eine der drei von Mama und mir modellierten Madonnenschlupfwinkel im Schlafzimmer

Gäste-/Kinderzimmerin fertigem Zustand. Auch wenn's nichts bringt habe ich die Fenster geputzt (einfach nur, damit es wenigstens bis zur nächsten Schlammschlacht halbwegs nach was aussieht).

Das ist die Fensterlaibung im Bad, wo wir einfach mal ausprobiert haben, wie es aussieht, wenn wir das Ganze etwas runder gestalten.


So, das war's erstmal auch wieder mit Fotos. Ihr seht, es geht momentan ganz schön was vorwärts und ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Montag, 19. September 2016

Back to work

Liebe treue Leser,

wir melden uns hiermit zurück aus der Sommerpause. Wenn wir auch den Blog kurz mal beurlaubt haben, so waren wir Johi doch in der Zwischenzeit trotzdem nicht ganz untätig. Der Ofenbauer war auch da und ist wieder weg (wegen fehlendem Material, wofür er nichts konnte, aber jetzt ist er erstmal im Urlaub) - aber dafür sind wir mittlerweile im Besitz unserer Steinfensterbänke in der Küche und im Bad. Ahem... das ist nun die Stelle an denen ich euch leider beichten muss, dass ich mich unfähig sehe, euch angemessen mit Bildmaterial der Fortschritte (und also auch der Fensterbänke) zu versorgen, weil ich leider in meinem vom Bauherrn großzügig gewährten Urlaub den Akku der Kamera komplett leer fotografiert habe und ich in dem Chaos hier leider dieses vermaledeite Ladekabel nicht finden kann... Bildergebnis für unschuldig pfeifender smiley 

Nun ja, wer möchte, kann die Steinarten ja gerne in eine der bekannten WWW-Suchmaschinen eingeben; das wäre dann "Black Cosmic" für die Küchenfensterbank (und auch die Küchenarbeitsplatte und die Ofenbank sowie den Boden vor dem Ofen - aber letzteres ist eine andere Geschichte, der an anderer Stelle irgendwann einmal mehr Zeit eingeräumt werden wird). Wie der andere Stein heißt, haben wir leider vergessen Bildergebnis für unschuldig smiley - sogar der Chef weiß es nicht mehr Bildergebnis für kaputtlachen smiley (und das ist nun aber offiziell das Einzige, was er nicht weiß über diese Baustelle!!!!).

Nun denn, wenn wir schon keine Fotos anbieten können, dann aber doch wenigstens eine denkwürdige Geschichte, die sich zwar schon vor einiger Zeit zugetragen hat, aber die ich euch bis dato vorenthalten habe (außerdem kann ich sie wunderbar mit Smileys illustrieren, die ich gerade wieder für mich entdeckt habe. Bildergebnis für smiley rolling eyes

 Ahem... genau, die Geschichte. Also, das war so: Es war einmal an einem wunderschönen, entspannten Sommernachmittag, als ich - mutterseelenallein - in unser neues Schlafzimmer marschierte um träumend aus dem Fenster zu starren um mich den Fensterlaibungen zu widmen, die dringend noch einer Überarbeitung bedurften. Wer schon mal mit Lehm gearbeitet hat, der weiß, man kann sich bei so einer Übung stundenlang verweilen und vor sich hindetailarbeiten. Ich stand also da auf meinem Trittleiterchen und spachtelte und schwämmelte (= bereits getrocknete Stellen mit einem nassen Schwamm nachbearbeiten um so kleine Stellen ganz fein auszubessern) vor mich hin, also ich plötzlich ein Knacken vernahm. Nicht sehr laut, aber doch eindeutig hörbar. Nun, dachte ich bei mir, wir sind da in einem Holzhaus und Holzhäuser knacken. Das weiß doch jeder. Dass ich es bis jetzt noch nicht gehört habe, liegt mit Sicherheit daran, dass sonst immer ein Heidenlärm herrscht. Jetzt, so dachte ich bei mir und freute mich, lerne ich also die Stimme unseres Hauses kennen. Ich schwämmelte und modellierte also weiter. Knack, knack, knack. Hmmmmmmmm... irgendwie klang das nicht sehr nach Holz - jedenfalls nicht nach Holz, das in einem Haus verbaut war und es sich gemütlich machte. Bildergebnis für smiley stirnrunzeln Das klang irgendwie... na ja, ungefähr so, wie wenn Holz brennt und es verdammt ungemütlich hat. Na ja, vielleicht hat unser Haus ein bisschen eine eigenartige Stimme. Ich schwämmelte also weiter. Das Knacken ging auch weiter. Nicht andauernd, aber doch immer wieder und in unregelmäßigen Abständen.Bildergebnis für smiley alarmIrgendwie war ich nun langsam ein bisschen beunruhigt. Das klang schon sehr nach Feuer, wenn ich genauer darüber nachdachte. Aber was sollte denn hier brennen? Bildergebnis für smiley riechen Im Geiste ging ich die Geräte durch, die da waren. Säge? Ausgesteckt. Hilti mit Quirl? Ausgesteckt. Baustrahlscheinwerfer? Ausgesteckt. Heizkanone? Ausgesteck. Moment mal! Heizung? Wandheizung? An, und zwar volle Kanne, damit der Lehm trocknet! Oh weia... Bildergebnis für smiley erschrocken Also bin ich mal runter von der Leiter geklettert und hab gelauscht. Knack, knack. Raus aus dem Schlafzimmer, in den Schrankraum. Knack. Ein bisschen lauter. Vorsichtig in den Gang geschlichen. Knack, knack, knack. Eindeutig von links. Kopf ins Kinderzimmer gesteckt. Knack, knack. Hier läuft definitiv die Wandheizung. Uh oh. Ängstlich die Wand abgesucht, ob da was raucht - halt, raucht? Hier riecht es eindeutig nach Rauch! Und zwar Holzrauch!!

Bildergebnis für smiley riechen 

Knack, knack. Schnüffel. Oh mein Gott, das ist wirklich gerade ein Alptraum. Was ist hier los? Ein Schritt in den Raum. Knack, knack, knack, schnüffel. Noch ein Schritt. Schnüffel. Mehr Rauch. Nichts zu sehen. Knack, knack. Moment. Halt. Stopp. Drei schnelle Schritte zum Fenster, Kopf rausgesteckt:

Meine Schwiegermutter hat die Feuerschale angezündet!!!!!!!!
Bildergebnis für schimpfender smileyBildergebnis für smiley schimpf*Bildergebnis für smiley böse animiert








Samstag, 20. August 2016

Welcome to the Jungle

Wer von euch derzeit gerne in die Tropen reisen möchte, aber das gerade aus Zeit- oder Geldmangel nicht kann, sei herzlich eingeladen, unsere neue Geschäftsidee in Anspruch zu nehmen. Unser All-Inclusive-Paket beinhaltet folgendes:
- absolutesTropenklima, konstante 30° Celsius bei 100 %-iger Luftfeuchtigkeit
- das Geruchserlebnis, mit Odeur de Regen et Dreck
- vollkommen natürliche Dschungelumgebung mit Bäumen (tote allerdings), Schilf (kann sich leider nicht mehr im Wind wiegen) und Lehm (nicht am Boden, aber an der Decke [außer, er klatscht mal wieder runter und in allen Aggregatszuständen von klatschnass bis bretthart und trocken)
- garantierte Tiersichtungen, von Raubkatzen über Staubläuse bis hin zu Haien (auch Fledermaussichtungen wurden bereits gemeldet):


Raubkatze Felix

Hai, Art: unbekannt, sachdienliche Hinweise zur Identifizierung werden vom Betreiber dieser Website entgegengenommen

Als Bezahlung verlangen wir für die Dauer Ihres Aufenthalts lediglich eine leichte körperliche Betätigung in Form von Verputzarbeiten. Mehrere Opfer Gäste haben dieses unschlagbare Angebot bereits angenommen und waren voller Begeisterung ob dem gebotenen Programm. Wir können auch stolz vermelden, dass wir bereits Stammgäste haben, die immer gerne wiederkommen. Anbei noch ein paar Bilder unserer Urlaubsumgebung:


Auch Höhenluft wird angeboten und kann ohne Aupfreis in Anspruch genommen werden.

So ist man ganz nah an der Geruchsquelle und kann diese ungestört genießen



Dieser Gast möchte nicht erkannt werden, es sei aber versichert, dass auch er sich äußerst wohlfühlt

Stammgast Franz fühlt sich so wohl, dass er mehrmals die Woche unsere Tropenkur in Anspruch nimmt

Donnerstag, 18. August 2016

How to... Ausstopfen von Steckdosen

Willkommen beim ersten (und wahrscheinlich letzten) Teil unserer Serie "Wie mache ich...".

Heute geht es darum, Steckdosen optimal für das Verputzen von Wänden (also den Wänden, in denen die Steckdosen stecken - oder später stecken werden, jetzt sind ja erst diese orangenen Ringe da, die die Basis... aber egal) vorzubereiten. Dafür muss man die Rohlinge (also diese orangenen Ringe, die...) mit Zeitungspapier vollstopfen, so dass der Lehm nicht reingestopft werden kann (das kann ja keiner brauchen, weil auf diese orangenen Ringe ja die Steckdosen... ahem...). Das sollte man aber nicht irgendwie machen. Meine Mama Gerda und ich haben dazu heute eine Vorgehensweise entwickelt und geradezu perfektioniert. Wie man also die Steckdosen orangenen Ringe am besten vor dem Lehm schützt, seht ihr in unserer Fotostory:


Man nehme eine Zeitung, optimal sind die Abmessungen 374 mm x 528 mm. Zeitungen kommen ja meistens als Doppelseiten daher, deswegen...

...reißen wir sie erstmal auseinander, so dass wir jeweils zwei halbe Doppelseiten bekommen.

Eine von diesen halben Doppelseiten nehmen wir nun und falten sie der Länge nach zusammen.

Gleich anschließen drehen wir den so erhaltenen Strang, indem wir die Handgelenke jeweils in entgegengesetzte Richtungen drehen. Das sollte man nicht zu doll machen, das Ergebnis sollte eine Art locker gedrehte Kordel aus Zeitungspapier sein.

Diese Kordel wird nun - entweder direkt in der Hand, so wie abgebildet, oder in der Steckdose dem orangenen Ring zusammengedreht, ungefähr so, wie wenn man einen Dutt mit den Haaren machen würde.

Wenn man den "Zeitungsdutt" in der Hand macht, sollte das Ganze am Ende so wie auf dem Foto aussehen.

Als letzten Arbeitsschritte drückt man den "Zeitungsdutt" nur mehr in den orangenen Ring und hat so den perfekten Schutz vor eindringendem Lehm. Wenn man dann fertig verputzt hat, kann man durch die ausgefeilte Dreh- und Einfülltechnik das Zeitungspapier wunderbar wieder an einem Strang herausziehen und braucht nicht herumzufutzeln.

Mittwoch, 17. August 2016

Beziehungskrise

Ja, leider lest ihr richtig. Wir hoffen zwar, dass wir es schaffen, aber als ich vorgestern nach Hause gekommen bin, hat es mich mit voller Wucht getroffen. Ich hab mir solche Mühe gegeben, eine Beratung in Anspruch genommen, den Schaden zu therapieren versucht und so viel Zeit investiert, aber es scheint, als hätte alles nichts genützt. Sie hat alles wieder ausgespuckt:


Aber wie gesagt: die Hoffnung lebt. Wir werden versuchen, ddie kaputte Stelle mit Verputz soweit zu stabilisieren, dass die Wand stehen bleiben kann. Über weitere Entwicklungen dieser Beziehung (derzeitiger Status: "es ist kompliziert") setzen wir euch natürlich umgehend in Kenntnis!