Nachdem ich noch keine Fotos vom aktuellen Stand veröffentlicht hab, voilà:
Mittwoch, 24. Juni 2015
Achtung! Achtung! Achtung!
In letzter Zeit hatten wir aufgrund des Wetters erzwungenermaßen einen Baustopp. Seit Anfang Juni war es einfach nicht mehr schön :o( aber jetzt zeigt sich die Sonne langsam wieder, und mit etwas Glück geht es nächste Woche ordentlich weiter.
Was aber jetzt schon fix ist, ist, dass wir am Wochenende vom
Wir sind froh, um jede helfende Hand - für Essen und Trinken ist natürlich reichlich gesorgt! Wer also Zeit und Lust hat, uns an einem/zwei/allen Tagen/stundenweise zu unterstützen, meldet sich bitte bei den unter Kontakt angegebenen Mailadresse, sodass wir ungefähr einen Überblick bekommen, wer wann dann da ist.
Danke an dieser Stelle schon mal an alle, die sich bereits gemeldet haben, und auch an alle anderen, die das noch tun werden!
Was aber jetzt schon fix ist, ist, dass wir am Wochenende vom
24-26. Juli Stroh einfüllen
werden. Daher an dieser Stelle ein Aufruf an alle:
Wir sind froh, um jede helfende Hand - für Essen und Trinken ist natürlich reichlich gesorgt! Wer also Zeit und Lust hat, uns an einem/zwei/allen Tagen/stundenweise zu unterstützen, meldet sich bitte bei den unter Kontakt angegebenen Mailadresse, sodass wir ungefähr einen Überblick bekommen, wer wann dann da ist.
Danke an dieser Stelle schon mal an alle, die sich bereits gemeldet haben, und auch an alle anderen, die das noch tun werden!
Mittwoch, 27. Mai 2015
Donnerstag, 14. Mai 2015
Von Stangen und Brettern...
Für heute war trotz der schlechten Wettervorhersage Gerüstbauen angesetzt. Die Eisheiligen haben bisher aber prächtig mitgespielt und daher und auch weil wir heute wirklich viele fleißige Helfer hatten sind wir in wenigen Stunden sehr gut voran gekommen. Unsere Baustelle ist fertig eingerüstet und der Altbau zumindest teilweise.
Mit dem Strohbaus sieht es momentan so aus, dass unser Dach fertig ist, unsere Zwischendecke ebenfalls (beim letzten Element fehlt noch die Beplankung auf einer Seite) und ab morgen dann Stephans Dach dran ist. Puh, nochmal 16 Elemente (unser Dach hatte 12, plus 6 Zwischendeckenteile), und auch noch ziemlich verwinkelte. Obwohl das Material Stroh und Holz echt toll ist, es ist doch eine ordentliche Plackerei. Die Strohballen sind ja nun nicht gerade leicht (ca. 15kg) und die Tage sind lang. Dafür können wir uns dann auf ein tolles Wohnklima und einen Hammerausblick von unserer Terrasse freuen (das Feierabendbier gabs heute schon mit Bodensee- und Zeppelinblick ;o)).
Da meine beiden Brüder heute auch sehr fleißig waren, nimmt auch - wie man unten sehen kann - unsere erste Treppe langsam aber sicher Gestalt an.
Mit dem Strohbaus sieht es momentan so aus, dass unser Dach fertig ist, unsere Zwischendecke ebenfalls (beim letzten Element fehlt noch die Beplankung auf einer Seite) und ab morgen dann Stephans Dach dran ist. Puh, nochmal 16 Elemente (unser Dach hatte 12, plus 6 Zwischendeckenteile), und auch noch ziemlich verwinkelte. Obwohl das Material Stroh und Holz echt toll ist, es ist doch eine ordentliche Plackerei. Die Strohballen sind ja nun nicht gerade leicht (ca. 15kg) und die Tage sind lang. Dafür können wir uns dann auf ein tolles Wohnklima und einen Hammerausblick von unserer Terrasse freuen (das Feierabendbier gabs heute schon mit Bodensee- und Zeppelinblick ;o)).
Da meine beiden Brüder heute auch sehr fleißig waren, nimmt auch - wie man unten sehen kann - unsere erste Treppe langsam aber sicher Gestalt an.
| Manchmal dauert's halt länger... |
| Links: Stroh original nach dem Einfüllen; Rechts: mit der Motorsäge "nachbehandelt" |
| Die drei Damen vom Grill ;o) |
| Pläne wollen erklärt sein! |
| Aber des is falsch!!!! |
| Der schräge Professor ;o) |
Donnerstag, 7. Mai 2015
Es wird gelb!
Nachdem gestern die ersten Strohballen geliefert worden sind, konnten wir heute mit dem Füllen der Dach- und Zwischendeckenelemente beginnen.
Weil keiner von uns so wirklich Erfahrung im Strohballenbau hat (Johannes und ich haben zwar einen Kurs gemacht und einige Bücher gelesen), war's am Anfang ein bisschen eine Chaospartie. Irgendwie wollte nichts so richtig klappen. Zum Beispiel beim ersten Dachelement: wir hatten ja gelernt, dass auf gar keinen Fall Löcher im Stroh sein sollen, weil darunter der Isolierwert leidet. Also stopften wir neben den Strohballen und darüber und darunter und dahinter jede Menge zusätzliches Stroh rein. Als wir dann aber das Element oben mit der UDP-Platte verschließen wollten, stellten wir fest, dass sich die Balken teilweise um bis zu drei Zentimeter nach außen wölbten! Das ging natürlich gar nicht, denn so würden unsere Dachelemente beim Aufrichten überhaupt nicht mehr zusammenpassen. Nach einigem Überlegen und Ausprobieren kamen wir dann auf folgende, gut funktionierende Vorgehensweise:
- Bevor mit dem Strohballenfüllen begonnen wird, sollten die Elemente mit Spanngurten oÄ auf die später benötigte Breite (oder etwas weniger) zusammengezogen werden. Es können auch Abstandhalter aus Brettern in die Zwischenräume geschraubt werden.
- Wir haben zu Beginn viel zu viel loses Stroh an die unteren Ränder gelegt, und dann den Strohballen darauf gepresst. Es genügt völlig, wenn nur ein ganz kleines bisschen hingelegt wird, damit eventuelle Löcher durch nicht gerade Kanten des Ballens ausgeglichen werden.
- Die Ballen selbst (und lose Lagen, wenn sie gebraucht werden, weil es sich nicht vollständig mit ganzen Ballen ausgeht) können wunderbar zu dritt eingefüllt werden: jeweils eine Person hält an den beiden kurzen Seiten ein Brett an dem der Ballen hineingedrückt werden kann (siehe Bilder), eine Person drückt den Ballen in den Holzständer. Wir haben uns dafür entschieden, dass wir das mit ganzem Körpereinsatz machen und draufspringen ;o)
- Um den Ballen ganz fest an den vorhergehenden zu pressen, eignet sich ein Vorschlaghammer oder ein guter Fußballer, der den Ballen gegen den vorhergehenden schlägt. Weil der Strohballen dabei dazu tendiert, nach oben auszuweichen, stand bei uns während des "Schlagens" eine Person zusätzlich auf dem Ballen.
- Beim Einfüllen der Ballen sollte im besten Falle drauf geachtet werden, dass die Knoten der Schnüre, die den Ballen zusammenhalten, oben liegen. Beim Aufschneiden dann auch das Ende mit dem Knoten ziehen, so hat man es wesentlich einfacher, weil man den Knoten nicht unter dem dicht gepressten Ballen durchführen muss (und man reißt auch nicht einen ganzen Buschel voll Stroh wieder raus, wenn der Knoten durchgezogen wird).
- Nach dem kompletten Befüllen des Elementes haben wir die Schnüre der Strohballen aufgeschnitten und erst dann noch eventuell vorhandene Löcher zugestopft.
- Weil die Strohballen höhenmäßig etwas über den Holzbalken lagen und es uns dadurch die Platte, welche draufgenagelt wurde, gehoben hat, haben wir dem Stroh einen Haarschnitt verpasst und es mit der Motorsäge auf die Höhe der Holzbalken bzw. ein ganz klein wenig darunter abgeschnitten.
- Wir haben für die Dachelement DWD-Platten verwendet. Wenn man das Stroh mit Gaffatape oder einer Folie abdeckt, bevor man die zweite Platte an die erste anschließt (und natürlich auch bei allen folgenden) vermeidet man, dass Stroh in die Fuge der Platte gerät und sich die Platten nicht schön ineinander schieben lassen. Wir haben das Tape übrigens dringelassen.
- genug Ballen bestellen weil einige kaputt gehen oder einfach zu groß/klein etc. sind
- früh genug Abnehmer für Rest-/loses Stroh suchen und Transportmöglichkeiten (zB Big Bags, gibt's im Baustoffhandel für ca. EUR 14,00/Stück) organisieren
So, das ist für heute alles, was mir an Tipps & Tricks einfällt ;o) aber im Laufe der nächsten Tage folgen sicher noch einige!
Weil keiner von uns so wirklich Erfahrung im Strohballenbau hat (Johannes und ich haben zwar einen Kurs gemacht und einige Bücher gelesen), war's am Anfang ein bisschen eine Chaospartie. Irgendwie wollte nichts so richtig klappen. Zum Beispiel beim ersten Dachelement: wir hatten ja gelernt, dass auf gar keinen Fall Löcher im Stroh sein sollen, weil darunter der Isolierwert leidet. Also stopften wir neben den Strohballen und darüber und darunter und dahinter jede Menge zusätzliches Stroh rein. Als wir dann aber das Element oben mit der UDP-Platte verschließen wollten, stellten wir fest, dass sich die Balken teilweise um bis zu drei Zentimeter nach außen wölbten! Das ging natürlich gar nicht, denn so würden unsere Dachelemente beim Aufrichten überhaupt nicht mehr zusammenpassen. Nach einigem Überlegen und Ausprobieren kamen wir dann auf folgende, gut funktionierende Vorgehensweise:
- Bevor mit dem Strohballenfüllen begonnen wird, sollten die Elemente mit Spanngurten oÄ auf die später benötigte Breite (oder etwas weniger) zusammengezogen werden. Es können auch Abstandhalter aus Brettern in die Zwischenräume geschraubt werden.
- Wir haben zu Beginn viel zu viel loses Stroh an die unteren Ränder gelegt, und dann den Strohballen darauf gepresst. Es genügt völlig, wenn nur ein ganz kleines bisschen hingelegt wird, damit eventuelle Löcher durch nicht gerade Kanten des Ballens ausgeglichen werden.
- Die Ballen selbst (und lose Lagen, wenn sie gebraucht werden, weil es sich nicht vollständig mit ganzen Ballen ausgeht) können wunderbar zu dritt eingefüllt werden: jeweils eine Person hält an den beiden kurzen Seiten ein Brett an dem der Ballen hineingedrückt werden kann (siehe Bilder), eine Person drückt den Ballen in den Holzständer. Wir haben uns dafür entschieden, dass wir das mit ganzem Körpereinsatz machen und draufspringen ;o)
- Um den Ballen ganz fest an den vorhergehenden zu pressen, eignet sich ein Vorschlaghammer oder ein guter Fußballer, der den Ballen gegen den vorhergehenden schlägt. Weil der Strohballen dabei dazu tendiert, nach oben auszuweichen, stand bei uns während des "Schlagens" eine Person zusätzlich auf dem Ballen.
- Beim Einfüllen der Ballen sollte im besten Falle drauf geachtet werden, dass die Knoten der Schnüre, die den Ballen zusammenhalten, oben liegen. Beim Aufschneiden dann auch das Ende mit dem Knoten ziehen, so hat man es wesentlich einfacher, weil man den Knoten nicht unter dem dicht gepressten Ballen durchführen muss (und man reißt auch nicht einen ganzen Buschel voll Stroh wieder raus, wenn der Knoten durchgezogen wird).
- Nach dem kompletten Befüllen des Elementes haben wir die Schnüre der Strohballen aufgeschnitten und erst dann noch eventuell vorhandene Löcher zugestopft.
- Weil die Strohballen höhenmäßig etwas über den Holzbalken lagen und es uns dadurch die Platte, welche draufgenagelt wurde, gehoben hat, haben wir dem Stroh einen Haarschnitt verpasst und es mit der Motorsäge auf die Höhe der Holzbalken bzw. ein ganz klein wenig darunter abgeschnitten.
- Wir haben für die Dachelement DWD-Platten verwendet. Wenn man das Stroh mit Gaffatape oder einer Folie abdeckt, bevor man die zweite Platte an die erste anschließt (und natürlich auch bei allen folgenden) vermeidet man, dass Stroh in die Fuge der Platte gerät und sich die Platten nicht schön ineinander schieben lassen. Wir haben das Tape übrigens dringelassen.
- genug Ballen bestellen weil einige kaputt gehen oder einfach zu groß/klein etc. sind
- früh genug Abnehmer für Rest-/loses Stroh suchen und Transportmöglichkeiten (zB Big Bags, gibt's im Baustoffhandel für ca. EUR 14,00/Stück) organisieren
So, das ist für heute alles, was mir an Tipps & Tricks einfällt ;o) aber im Laufe der nächsten Tage folgen sicher noch einige!
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