Samstag, 15. Juli 2017

Hoch die Hände - Wochen... Hä?

Wochenenen... Wohen... Wochente... wie schreibt man das noch mal? Ihr wisst schon, das Dingsda wo man eben nicht arbeiten muss, wenn man fertig ist und ein paar Tage nix tun müsst. Es ist mir irgendwie entfallen...

Andererseits - wir sind dem Einzugstermin (oder Auszugstermin, je nachdem, von welcher Warte man die Sache betrachtet) wohl doch wieder ein entscheidendes Stück näher gekommen in den letzten beiden Wochen. Mittlerweile ist nicht nur der gesamte Keller feinverputzt und auch gemalt, nein, auch im oberen Stockwerk ist praktisch der ganze Feinputz an der Wand. Zudem sind alle Schlafzimmer auch schon abgerieben, dh der Feinputz wurde mit einem Schwammbrett nochmal ganz fein verrieben, so dass auch die letzten Unebenheiten beseitigt sind, und abgebeselt. Halt abgefürbt. Sprich, mit einem Besen die durch das Schwammbrett an die Oberfläche gebrachten Sandkörner von der Wand gefegt. Die Schlafzimmer warten somit nur mehr auf die Farbe, die sie nächste Woche annehmen werden.

Wir haben uns aber nicht nur mit harter Arbeit beschäftigt, sondern uns auch ein bisschen verkünstelt. Das heißt, Mama, Gota Angelika und ich. Johi durfte die anstrengenden Sachen machen, während wir drei endlich die Flaschenwand fabriziert haben. Wir hatten ja im Erdgeschoss beim Büro und Bad jeweils gangseitig noch die letzten fünfzehn Zentimeter der Wand bis zur Decke freigelassen, sodass die Flaschen dort gut Platz haben sollten. Soweit jedenfalls die Theorie. In der Praxis ist doch einiges an Lehm an Stellen gespritzt, wo er niemals hin sollte (und ich rede jetzt ausnahmsweise nicht von Stellen am Körper wo die Sonne niemals hinscheint), sondern eben an die künftige ewige Ruhestelle der Flaschen (der gläsernen). Also musste die Sache wieder herausgeschabt, - geschlagen und -gewürgt werden. Aber auch das haben wir geschafft, obwohl die Flaschen von vornherein schon leer waren und kein Zaubertrank mehr drin war... Insbesondere eine bestimmte Person, die auf eine volle Flasche Baileys spekuliert hatte (und sich nur deshalb zum freiwilligen Arbeitseinsatz gemeldet hat), war doch spürbar enttäuscht (wir haben aber dann doch noch ausreichend Feuchtigkeit für unsere Kehlen gefunden).
Leider hat sich die von Johi als gerade betitelte Wand als nicht ganz so gerade herausgestellt - zumindest nicht, wenn man davon ausgeht, dass "gerade" bedeutet, dass durchgehend ein 90°-Winkel zwischen Wand und Boden bzw. Decke besteht. Dementsprechend waren unsere sorgfältig abgemessenen, zugeschnittenen und zusammengeklebten Flaschen (jeweils zwei Flaschen, denen Hälse und Köpfe abgesäbelt worden waren, wurden aneinandergepickt, sodass an beiden Enden ein Flaschenboden sitzt) - zu lang, zu kurz, aber selten passend. Nun ja, auch der Hersteller des Gaffa-Tapes muss ja verdienen...
Letztlich passte dann aber alles (oder wurde passend gemacht) und nach schweißtreibenden Stunden war auch die letzte Flasche (die gläserne) an Ort und Stelle. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal meinen tollen Helfern, Mama und Angelika, obwohl ich hier jetzt leider kein Beweisfoto ihrer fleißigen Hände posten kann (Kamera war mit Anne on tour) - ohne euch hätte ich das niemals an einem Tag geschafft!

Weil nun die Baustelle selbst, scheint's, nicht genug Arbeit macht, habe ich zusätzlich mir noch andere Tätigkeiten aufgehalst. Wenn auch nicht ganz freiwillig, wie ihr sicher gleich verstehen werdet. Ich habe nämlich schon begonnen, umzuziehen. Das führe ich auf eine Art Lagerkoller zurück bzw. auf das, was ich Schwarzer-Sack-Tag nenne. Kennt ihr das, wenn euch das Zeug, das um euch rum gestapelt ist, einfach nur mehr auf den S....enkel geht und es einfach jetzt, sofort, in diesem Moment weg muss. So einen Tag hatte ich letzte Woche und zu meinem Glück hatten Nina und Manuel am Sonntag (!) Umzugskisten bei der Hand, die ich quasi sofort holen und das ganze Geraffel da hineinschmeißen und in den neuen Keller stapeln konnte. Na ja, ich hab's zusammengepackt und Johi ganz lieb gefragt, ob er die Kisten rübertragen könnte. Ein paar hab ich aber selbst geschleppt, ich schwöre!!!!

Sieht er nicht allerliebst aus?

Hinterlassenschaften unserer Installateure

Die ersten Umzugskisten an Ort und Stelle

Flaschenwand bevor...

...und nachdem Johi mit seiner Riesenspritztüte vorbeigekommen ist

Die ersten Türen sind auch schon eingebaut

Arbeitssicherheit à la Johi

Die Madonnenwinkel im Schalfzimmer mit Feinputz

Man rate, welcher der beiden Gegenstände schon da war, als Johi mit Riesenspritztüte kam

Auch der Inhalt des "Malerecks" wird weniger

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